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    26. Mär. 2019
Klimaanpassung

Warum Klimaanpassung in Kaiserslautern?

Der stattfindende Klimawandel führt zu häufiger auftretenden Extremwetterereignissen, wie beispielsweise Starkniederschläge und andauernde Hitzeperioden. Städtisch geprägte Regionen sind für die Auswirkungen von Wetterextremen besonders anfällig, da diese hier zu immensen materiellen Schäden an Infrastruktur und Gebäuden führen und viele Menschen in Gefahr bringen können. Ein höherer Versiegelungsgrad und die Bebauung begünstigen das Auftreten von Überflutungen, Hitzestaus und Trockenheit. Heftige, häufig lokal bzw. regional eng begrenzte Regenfälle belasten die Kanalisation und die Gewässer.

Wie sich schon in vielen vergleichbaren Projekten, die derzeit im gesamten Bundesgebiet bearbeitet werden gezeigt hat, ist ein vollständiger Schutz vor Schäden nicht möglich. Die Identifizierung von Gefährdungen und Risiken in der Örtlichkeit, die Planung und Durchführung von gezielten Vorsorge- und Ertüchtigungsmaßnahmen, Informationsveranstaltungen und Pressemitteilungen zur Sensibilisierung zum Thema sowie die Aktivierung von Vorsorge- und Objektschutzpotentialen bei Immobilienbesitzern können aber gezielt zum verbesserten Schutz und geringeren Schäden auch bei extremen Starkregen und anderen Wetterextremen führen.

Die bereits beobachteten und nach den Zukunftsprojektionen vermehrt zu erwartenden Wetterextreme machen eine klimaangepasste Planung für die nachhaltige Entwicklung der Stadt Kaiserslautern erforderlich. Dabei sind aller Akteure vor Ort angesprochen – nicht nur die Stadtverwaltung an sich. Anpassungsstrategien an den Klimawandel können nur als Gemeinschaftsaufgabe vor dem Hintergrund der stetigen Stadtentwicklung bewältigt werden. Die im Zusammenhang mit dem Klimawandel beobachteten bzw. erwarteten Extremwetterphänomene (Sturm, Starkregen, Hitze…) können nicht beherrscht, ihre Folgen jedoch abgemindert und die Schäden reduziert werden.

Arbeitsgruppe Extremwetterereignisse

Aus diesem Grund wurde 2016 per Grundsatzbeschluss des Stadtvorstands zur Festlegung von Handlungs- und Planungsleitsätzen die dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe Extremwetterereignisse eingesetzt, die an einer effizienten Zusammenarbeit im Schadensfall arbeitet. Eingebunden sind neben Dezernat IV/ Referat Umweltschutz und Dezernat II/ Stadtentwässerung Kaiserslautern AöR, die Referate Feuerwehr, Stadtentwicklung, Bauordnung, Tiefbau, Grünflächen und die Stadtbildpflege. In der AG wird für das Stadtgebiet das weitere Vorgehen für Kaiserslautern fachlich geklärt. Ziel der Arbeitsgruppe ist es

  • die Bauvorsorge (Bauleitplanung, Baugenehmigung…),

  • die Risikovorsorge (Beratung Bürger zum Objektschutz, Elementarversicherung…),

  • die Verhaltensvorsorge (Koordination Einsatzkräfte, Infos zu Betroffenenverhalten im Ereignisfall…) sowie

  • die gemeinsame themenbezogene Öffentlichkeitsarbeit voranzutreiben.

Vorhandene und geeignete Strategien und Lösungsansätze werden identifiziert und als Querschnittsaufgaben der Verwaltung unter Beteiligung der Bürger umgesetzt.

Klimaanpassungskonzept Kaiserslautern

Von November 2017 bis Februar 2019 haben federführend das Referat Umwelt und die Stadtentwässerung Kaiserslautern AöR gemeinsam mit weiteren Referaten der Stadtverwaltung und den Gutachterbüros Dahlem (Darmstadt), GEO-NET (Hannover) und MUST (Köln) das Klimaanpassungskonzept „KLAK“ für die Stadt Kaiserslautern erarbeitet. Institute, Behörden, Politik, Verbände, die interessierte Bevölkerung sowie Unternehmen hatten die Gelegenheit sich in einem erweiterten Akteurskreis in die Konzeptentwicklung einzubringen. Begleitet wurde das Projekt von der Film-AG des Hohenstaufen-Gymnasiums.

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.


Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen. Weitere Informationen unter www.klimaschutz.de und www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen.
Kernziele

Mit dem Klimaanpassungskonzept werden  strategische Kernziel angestrebt:

Pressemitteilungen
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