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    27. Mai 2019
Innenaufnahme des Theodor-Zink-Museums
Der Maler Heinrich Steiner

Exponat von dem Maler Heinrich Steiner 'An der Mole'
An der Mole copyright: Steiner

Heinrich Steiner, 1911 in Kaiserslautern als Sohn des damaligen Intendanten des Stadttheaters geboren, verließ 1938 Deutschland und ging nach Florenz, wo er sich dem Kreis der deutschen Künstler in Italien anschloss, unter ihnen Hans Purrmann, Rudolf Levy und Eduard Bargheer. 1950 ließ sich Steiner wieder in Deutschland nieder, um allerdings 1974 ganz nach Italien zurückzukehren. Dort lebte er bis zu seinem Tod 2009 abwechselnd in Rom und Lerici.

 

Während seiner Zeit in Deutschland in den 1950er und 60er Jahren war Steiner Mitglied der Pfälzischen Sezession, zu der auch Hans Purrmann, Edvard Frank und Will Sohl zählen. 1953 wurde er mit dem Pfalzpreis für Malerei ausgezeichnet.

 

Steiners Weg als Künstler touchierte  seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit in den 1920er Jahren diverse Kunstrichtungen, bis er in den 1960er Jahren, auch beeinflusst von der südlichen Landschaft seines Sommerwohnsitzes Lerici, zu seinen „Naturinterpretationen“ und „Seelenlandschaften“ fand. Das Leben in Italien prägte seinen Stil nicht nur inhaltlich - südliche Landschaften und Stilleben mit südlichem Interieur - sondern auch durch eine lebhafte, schillernde, bisweilen gewagte Farbigkeit. Seine Art des Umgangs mit Farben, der Rhythmus von Form und Struktur und die Motive seiner Bilder zollen der Wahlheimat Steiners reichen Tribut, zeugen von einer nahezu romantisch anmutenden Naturlyrik und sagen zugleich in ihrer Symbolik viel über das menschliche Dasein aus.

 

Die Ausstellung wird in der Scheune des Museums bis 14. Juni 2015 zu sehen sein.