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Innenaufnahme des Theodor-Zink-Museums
Die Puppen Japans – Formen des Gebetes, Verkörperungen der Liebe

Ausstellung im Theodor-Zink-Museum 29. September 2011 bis 26. Februar 2012
Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 28.09., 19:00 Uhr, Theodor-Zink-Museum

Eine japanische Puppe. Mit weißer Schminke, ausladender rötlicher Kleidung und einem Fächer.
Japanische Puppe © Theodor-Zink-Museum

Japans Puppen
 
Formen des Gebetes, Verkörperungen der Liebe
Ausstellung im Theodor-Zink-Museum 29. September 2011
bis 26. Februar 2012
 
Im Rahmen der Veranstaltungen zum 150-jährigen Jubiläum des Freundschaftsvertrages zwischen Japan und Deutschland zeigt das Theodor-Zink-Museum in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln eine exquisite Sammlung japanischer Puppen, die in ihrer minutiösen und kunstvollen Gestaltung reizvolle Einblicke in die japanische Kultur bieten.
 
Die aufwändig angefertigten Puppen sind Kultobjekt, Symbole, Glücksbringer, sie sind Theaterfiguren oder Abbilder der Gesellschaft. Die Ausstellung wird Puppen aus den verschiedensten Bereichen der japanischen Kultur zeigen.
 
Zu bestimmten Feiertagen wie dem kodomo no hi (Tag des Kindes / Tag des Jungen) oder dem Hinamatsuri (Tag des Mädchens) werden in den japanischen Häusern kunstvolle und kostbar gekleidete Puppen aufgestellt, um den Kindern Glück und Wohlstand zu bringen und Dämonen und böse Geister abzuwehren. Daneben sind Puppen zu sehen, die Gestalten aus den Legenden Japans und Chinas darstellen. Authentisch gekleidete Puppen in alltäglichen Situationen führen Sitten und Gebräuche vergangener Epochen vor, zum Beispiel der heian-Zeit (die japanische Klassik) und machen den Betrachter mit der traditionellen Kultur vertraut. Ähnlich geschieht dies mit den verschiedenen Kunstformen des japanischen Theaters, unter anderem des kabuki und des nô durch die Darstellung von Schauspielern in Masken und Posen aus berühmten Theaterklassikern.
 
Tonpuppen nehmen Bezug zur Welt der Kinder auf, zeigen sie beim Spielen und in anderen alltäglichen Aktivitäten.
 
Schließlich sind Puppen auch Medium der zeitgenössischen Kunst, die neue Ausdrucksformen der Figurgestaltung mit traditionellen Gestaltungsweisen und Inhalten kombinieren und so den Tradition und Moderne verbindenden Aspekt der japanischen Kunst verkörpern.
 
Allen Puppen eignet eine sorgfältige handwerkliche, oftmals minutiös detailgetreue Herstellung und eine Ästhetik, die sie zu kleinen Kostbarkeiten und ihre Betrachtung auch ohne tieferes Hintergrundwissen für Kinder und Erwachsene zu einem besonderen Vergnügen macht.
 
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 28. September.
19.00 Uhr
Die Ausstellung wird bis zum 26. Februar 2012 gezeigt.