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    20. Sep 2019
Innenaufnahme des Theodor-Zink-Museums
'Gesichter des Widerstandes' in München und Kaiserslautern

Eine Ausstellung zur Erinnerung an die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und die Protestschreiben der Lautrer Künstlerin Marie Herbig

Ein stark verblichenes Foto einer Frau und eines Manns.
Gesichter des Widerstands © Theodor-Zink-Museum

Am 22. Februar 2013 jährt sich zum 70. Mal der Tag, an dem die drei Mitglieder der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“, Christoph Probst und Hans und Sophie Scholl 1943 in München-Stadelheim in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und noch am selben Tag ermordet wurden.

 

Bereits fünf Jahre vorher wagte eine Kaiserslauterer Künstlerin mutig ihre Stimme zu erheben: Marie Herbig (1880-1962) war Zeugin des Novemberprogroms 1938 und brachte in zwei Briefen an die Reichskulturkammer ihre Empörung zum Ausdruck. Dieser Protest und die anschließende Zwangseinweisung und sechswöchige Inhaftierung in der „Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster“ unter verschärften Bedingungen jähren sich 2013 zum 75. Mal.

 
Die Ausstellung „Gesichter des Widerstandes“ gibt Einblick in die Biographie und Beweggründe der Mitglieder der „Weißen Rose“. Zu Marie Herbig werden neben dem Wortlaut ihrer Protestbriefe weitere Dokumente zu ihrer Vita sowie eine kleine Werkauswahl von Zeichnungen und Aquarellen zu sehen sein. Begleitet wird die Präsentation durch zwei von Schülerinnen und Ehemaligen des St.-Franziskus-Gymnasiums literarisch und musikalisch gestaltete Themenabende am Mittwoch, 13. März und 10. April 2013, jeweils um 19:30 Uhr.